Professionelle Hilfe für die Zukunft

Von am um 13:55:27, Kategorien: Bildung und Unterstützung

„Die Aufgabe [...] ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.“ 

                                                                                                                                                 Maria Montessori

Genau nach diesem Prinzip arbeitet unser Team der Lernförderung und Hausaufgabenbetreuung des Kinderschutzbundes OV Nordenham e.V.

Schon vor dem ersten Schultag müssen Kinder eine Menge lernen. Später versuchen Lehrer und Eltern den Schülern die richtige Bildung zu vermitteln. In den vergangenen Jahren haben viele Erneuerungen im Schulsystem zu immer höheren Anforderungen an die Schüler geführt. Viele von ihnen können dem hohen Leistungsdruck nicht mehr gerecht werden, so dass sich ihre schulischen Leistungen verschlechtern. Bevor sich Defizite aufbauen und Kinder den Spaß am Lernen verlieren, wird qualifizierte Hilfe angeboten. Unsere Kinder brauchen immer mehr Unterstützung, um die Lernziele in der Schule zu erreichen. Wenn die schulischen Angebote nicht ausreichen, kann eine ergänzende Lernförderung helfen. Genau hier kann unser Team der Lernförderung und Hausaufgabenbetreuung helfen!

Schon ein Jahr nach der Gründung des Kinderschutzbundes OV Nordenham e.V. im Jahr 1970 wurde die erste Hausaufgabenhilfegruppe angeboten. In den Jahren danach hat sich das Angebot stetig erweitert. 2015 wurde das Angebot auf 7 Standorte in Nordenham erweitert.  Insgesamt ca. 200 Kinder nehmen zur Zeit die Lernförderung in Anspruch (Nachfrage steigend). Besonders bedürftige Kinder haben einen Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungspaket. Um diese Unterstützung auch in der Praxis zu realisieren, bietet unser Team Lernförderung für Schüler ab der 1. bis zur 8. Klasse an. Zusätzlich wird bei uns Hilfe bei der Antragstellung auf Lernförderung und in allen Fragen rund ums Bildungspaket angeboten. Unterstützende Gespräche mit den Eltern runden unsere professionelle Hilfe ab.

Das Angebot findet statt von Montag bis Donnerstag nach der regulären Schulzeit. Die Lernförderung erfolgt in überschaubaren Gruppen mit jeweils 2 Kindern, auch Einzelbetreuung ist bei Bedarf möglich. Die Einteilung der Lerngruppen erfolgt nach Alter und Leistungsstand der Schüler. Mit dem Wissen um die eigenen Stärken und Schwächen entwickelt unser Team gemeinsam mit dem Kind einen persönlichen Lernplan. Die Kinder werden in der Vielfalt ihrer Persönlichkeit akzeptiert und sie haben die Chance die Förderung, Bildung und Teilhabe mitzugestalten. Lehrer, Pädagogen, Erzieher, Jugendleiter, fortgebildete Lernförderer und ehrenamtliche Helfer schauen auf die Stärken, die jedes Kind mitbringt, helfen diese aufzubauen und gezielt zu nutzen.

Insgesamt 100 Lernförderer bieten Hilfe in Deutsch, Mathe, Englisch und vielen weiteren Schulfächern an. Unsere Lernförderer sind größtenteils fortgebildete Honorarkräfte, z. B. Gymnasiasten der 11.-12. Klasse, die ihr Wissen mit jüngeren Kindern teilen und ihnen somit helfen, sich auf eine einfachere Weise in der Schule zu verbessern. Die Jugendlichen und junge Erwachsenen werden aus- und fortgebildet und erhalten über ihre Tätigkeit ein Zeugnis, welches sie bei Bewerbungen und im Studium nutzen können.

Der vom DKSB in den letzen Jahren weiterentwickelte Ansatz, junge Menschen in der Lernförderung verstärkt einzusetzen, liegt die Annahme zugrunde, dass jugendliche Lehrpersonen einen größeren Lehrerfolg erzielen können, da es Kindern gut gefällt von jüngeren Menschen Inhalte anzunehmen. Es ist für beide Seiten also eine Win-Win-Situation. Dieses „Schüler für Schüler“- Prinzip erfüllt drei Voraussetzungen: es ist einfach, macht Spaß und ist sehr effektiv (verspricht bessere Schulnoten).

Besuch vom Nikolaus

Von am um 12:11:29, Kategorien: Bildung und Unterstützung

Viel Spaß hatten die Kinder an allen sieben Lernförderstandorten des Deutschen Kinderschutzbundes, Ortsverband Nordenham. Der Nikolaus kam zu Besuch und hatte kleine Geschenke in seinem Sack. Neben Süßigkeiten verteilte er den von den Kindern gestalteten Wandkalender für 2016 zum Thema Kinderrechte.

Zum Kalender:

Benefizkonzert zu Gunsten der Rucksackaktion für Flüchtlingskinder war ein großer Erfolg

Von am um 11:51:04, Kategorien: Familien- und Kinderservicebüro

Das Ergebnis des Benefizkonzerts in der Martin-Luther-Kirche in Nordenham im vergangenen November übertraf die Erwartungen bei weitem: 2.020,00 € wurden von den Zuhörern gespendet. Die Familien- und Kinderservice-Büros in der Wesermarsch können von diesem Geld weitere 150 Rucksäcke anschaffen und an Flüchtlingskinder aushändigen. Weiterlesen:

A propos Großeltern

Von am um 16:04:47, Kategorien: Starke Eltern - Starke Kinder®

A propos  Großeltern                                                                   (Quelle: DKSB)

Keine Frage, Großeltern können für eine Familie ein wahrer Segen sein. Sie springen ein, wenn sie gebraucht werden. Sie stehen mit Rat und Tat zur Seite, wenn sie darum gebeten werden und sie ziehen sich respektvoll zurück, wenn es angebracht ist.

Schön wär`s. Aber so ideal stellt es sich für die Eltern nicht immer dar. Vor allem junge Mütter leiden oft stark darunter, dass sich die Großeltern zu sehr in die Erziehung der Enkelkinder einmischen wollen. Großmütter und Schwiegergroßmütter haben ja so viel Erfahrung im Umgang mit Kindern und möchten diese, auch ohne gefragt zu werden, nur zu gerne an ihre Töchter/Schwiegertöchter weitergeben.

Wie schön aber sind Erfahrungen, die wir selbst gemacht haben, wenn wir unseren eigenen Weg in der Erziehung unserer Kinder gefunden haben zusammen mit dem Partner. Auf diesem Weg werden viele Fehler gemacht, vor denen die Großeltern uns mehr oder weniger liebevoll bewahren wollen. Dabei wird oft übersehen, dass das, was Großeltern als Fehler ansehen, von uns als Eltern bewusst als Erziehungsmittel eingesetzt wird.

Wie schön wäre es also, wenn wir mit den Großeltern über Erziehung reden könnten, über positive oder negative Erlebnisse in der eigenen Kindheit und über das, was man für die Erziehung des eigenen Kindes wichtig findet. So könnten Großeltern ihre Erfahrungen einbringen und noch mal rückblickend darüber nachdenken, was sie aus heutiger Sicht in der Erziehung ihrer Kinder richtig bzw. falsch gemacht haben, sich jedoch aus der Erziehung der Enkelkinder weitgehend heraushalten.

Eine Offenheit der Großeltern, kritisch über eigene Erziehungsmethoden nachzudenken, würde es uns als  Eltern wesentlich einfacher machen, unseren eigenen Weg zu finden. Wir würden vielleicht erleichtert feststellen, dass die eigenen Eltern auch nicht für sich beanspruchen, alles richtig gemacht zu haben und können so von unserem Idealbild der Erziehung abweichen und uns selbst auch Fehler zugestehen; außerdem können Gespräche zwischen Eltern und Großeltern oft erst erklären, warum wir als Ehepaar und Eltern oft so unterschiedlich sind in unseren Erziehungsprinzipien

Oft hört man den Satz: Ich möchte auf keinen Fall, dass meine Kinder in ihrer Erziehung das gleiche erleben wie ich. Das ist auch eine Art der Verarbeitung der eigenen, vielleicht nicht so guten Kindheit. Aber können wir dem dann auch immer stand halten? Plötzlich erleben wir uns doch wieder in genau den gleichen Situationen wie wir es schon von unseren Eltern her kennen. Das wollten wir aber doch auf keinen Fall. Wir sind wütend auf uns und verkrampfen immer mehr in ähnlichen Situationen aus Angst, wieder falsch zu reagieren. Wie gut kann da ein Gespräch mit den eigenen Eltern sein, um heraus zu finden, warum haben sie damals so reagiert und warum passiert auch mir das. Es gibt keine perfekten Eltern und keine perfekten Großeltern, aber es gibt tolle Gespräche, die manch schwierige Situation entspannen.

Seit dem Frühjahr 2015 bietet der Ortsverband Nordenham des Deutschen Kinderschutzbundes auch Kurse für Großeltern "Starke Großeltern - Starke Kinder" an, der sich mit der obengeschilderten Thematik beschäftigt.

TeilnehmerInnen empfehlen den Kurs weiter, weil

... man auch im Alter noch viel dazu lernen kann!

... er hilft, die Gefühle zu ordnen und sich nicht allein zu fühlen.

... er die Beziehung zu den Enkeln und Kindern/Schwiegerkindern empfindsamer macht.

... er bestärkt und kräftigt.

... der Austausch mit den anderen Teilnehmern so interessant und lustig war.

Interessierte können sich jederzeit mit der Referentin des Kurses unter Mail anne.allmers@dksb-nordenham.de in Verbindung setzen.